Freiburg/ Karlsruhe. Am Samstag (12.07.) beauftragt Weihbischof Dr. Christian Würtz in St. Franziskus, Karlsruhe insgesamt elf Frauen und Männer als Gemeindereferentinnen, Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten. Eine von ihnen ist Rebecca Kopřivová, die aus Brno (Tschechien) stammt und in der Kirchengemeinde Karlsruhe-Durlach-Bergdörfer tätig ist. In Karlsruhe wird sie zur Pastoralreferentin beauftragt.
Rebecca Kopřivová beschreibt sich als „in der Kirche verwurzelt. In der katholischen Jugendarbeit habe ich geteilte Freude am Glauben und gute und bereichernde Gemeinschaft erlebt.“ Dies habe sie bewegt, Theologie zu studieren, berichtet die 32-jährige angehende Pastoralreferentin. Sie studierte Katholische Theologie und Englisch in Freiburg und verbrachte ein Auslandsjahr in Maynooth (Irland). Praktische Erfahrungen sammelte sie in ihrer Assistenzzeit in der Seelsorgeeinheit Vorderes Kinzigtal, aktuell ist sie im Anerkennungsjahr in der Kirchengemeinde Karlsruhe-Durlach-Bergdörfer tätig.
Glauben und Gemeinschaft erleben
„Mit Menschen unterwegs zu sein, Glauben und Leben miteinander teilen und feiern - ob in der Firmvorbereitung, beim Elterncafé oder im Kindergarten“, dies ist Motivation für Rebecca Kopřivová in ihrer Arbeit. Sie will „Menschen in ihrer Freude und in ihrer Trauer begegnen und begleiten, einen Raum bieten, wo sie ihre Last ablegen und aufatmen können, zu neuem Mut finden können.“
Als Herausforderung sieht sie die Vermittlung der Glaubensinhalte und die Vernetzung vor Ort: „Mit Engagierten und Hauptberuflichen zusammen nach Wegen suchen, Jesu Botschaft so zu teilen, dass sie Menschen heute berühren, ihnen Hoffnung geben, sie stärken und aufrichten kann und auf Augenhöhe miteinander Erfahrungsräume gestalten, wo Menschen Glauben und Gemeinschaft erleben, Leben und Glauben teilen können“, dies sieht sie als eine zentrale Aufgabe ihres Wirkens.
Ihren theologisch-pädagogischen Ansatz beschreibt sie in Anlehnung an Ignatius von Loyola: „Jeder Mensch ist einzigartig, wertvoll und von Gott geliebt. Auch mit den eigenen Grenzen und Begabungen hat jeder Mensch dieser Welt etwas zu geben. Um das zu entdecken, lohnt es sich, auf die eigenen Stärken zu schauen und auf die tiefe Sehnsucht im eigenen Herzen zu hören.“ Ihre persönlichen Leitworte unterstreichen dies: „Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,16) und „Die Freude am Herrn ist unsere Kraft“ (Neh 8,10).
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Seelsorgeeinheit, in Sonderfunktionen oder der Bildungsarbeit. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein und gestalten gemeinsam mit anderen Kirche und Gesellschaft vor Ort. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander mit ehrenamtlich Engagierten und den verschiedenen pastoralen Diensten. Derzeit sind rund 260 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Erzdiözese tätig. Ihre Beauftragung haben die Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesem Jahr unter das Leitwort „trotzdem“ gestellt.
(cvl/kas)
