Kirche stellt Liebe in den Mittelpunkt

10.02.2026 | Paarsegnungen am Valentinstag führen das Verbindende vor Augen

Freiburg. Die Floristen dürften Valentin von Terni jährlich ein Kränzlein binden. Während der Zeit der Christenverfolgung hatte der Bischof und Märtyrer der Legende zufolge den Liebenden Blumen geschenkt und sie nach christlichem Ritus getraut. Was heute wie selbstverständlich wirkt und zunehmend zur Tradition wurde, war während der Zeit der Christenverfolgung durch den römischen Kaiser verboten. 
 
In den Legenden werden zwei Heilige gleichen Namens und Todestags genannt, auch noch ein Valentin von Rom. Deren Geschichten seien in vielen Punkten so ähnlich, „dass es sich entweder um die gleiche Person gehandelt hat oder sich vielleicht aus der Lebensgeschichte des einen, tatsächlich lebenden Mannes eine weitere, aber fiktive Vita entwickelte“, heißt es im Lexikon der Heiligen und Namenstage. Am 14. Februar 269 soll Valentin von Terni enthauptet worden sein, da er sich der Anbetung eines heidnischen Götzenbildes verweigerte.

Im Freiburger Münster

Gut 1700 Jahre später, am 14. Februar, fällt nun der Valentinstag auf den Fasnachtssamstag, weshalb es in diesem Jahr weniger kirchliche Feiern geben wird als in den Vorjahren. Im Freiburger Münster werden im Rahmen eines konfessionsübergreifenden Mittagsimpulses Paare gesegnet, Beginn: 12 Uhr. Die City-Seelsorge bietet Paaren und Alleinstehenden eine kleine Auszeit, Interessierte können sich von Musik und Impulsen für Partnerschaft inspirieren und stärken lassen. „Es ist ein sehr niederschwelliges Angebot, kein offizieller Gottesdienst, sondern ein Mittagsimpuls, der sehr niederschwellig besonders im Freiburger Münster jeden Tag stattfindet“, ist Pfarrer Alexander Halter auf die Resonanz gespannt. „Ich freue mich, miteinander diese Liebe Gottes, anderen Menschen zusagen zu können.“ 

Verschiedene Gottesdienste

Für Ehepaare, verliebte Paare, jung verheiratete Paare, Jubelpaare, wiederverheiratete Paare oder auch Paare, die miteinander durchatmen möchten, gibt es darüber hinaus einen Gottesdienst zum Valentinstag im Schloss Hersberg am Bodensee. Dieser steht am Mittwoch, 18. Februar, im dortigen Pavillon ab 18.30 Uhr unter dem Motto „…mit dir ist’s wertvoll“. 
 
Der ökumenische Gottesdienst mit Segnung in der Kirche St. Marien in Köndringen nahe Freiburg beginnt am Sonntag, 15. Februar, um 20 Uhr. Hier heißt es „Der Liebe wegen…“. Weitere kirchliche Angebote mit Segen zum Valentinstag gibt es auch in Karlsruhe in der Kirche St. Stephan; Beginn ist am Samstag, 14. Februar, um 19 Uhr. 
 
Ein „Valentinstag für Trauernde“ wird ebenfalls am Samstag, 14. Februar, am Eingang der Trauerhallen auf den Friedhöfen in Weisweil, Rheinhausen, Herbolzheim und im Bleichtal angeboten.
 
Im Erzbistum Freiburg soll mit den Gottesdiensten für Paare insgesamt der kirchliche Kontext des Valentinstags hervorgehoben werden. Es geht daher um die Liebe zwischen den Menschen und die Erinnerung an den Heiligen Valentin als zentrale Elemente.

"Unsere Liebe feiern"

Die Erzdiözese Freiburg hat darüber hinaus für Paare und Segnungswünsche (nicht nur am Valentinstag) eine eigene Webseite aufgebaut. Unter www.unsere-liebe-feiern.de können Interessierte die Seelsorger und Seelsorgerinnen sowie die gewünschten Orte auswählen und eine Terminanfrage stellen. Aktuell ist hier der Raum Freiburg, Rastatt und Heidelberg abgedeckt, weitere Bereiche sollen folgen.

Weitere Termine

  • Freitag, 13. Februar, 18 Uhr, Kirche St. Laurentius in Wiesloch, Segensgottesdienst
  • Samstag, 14. Februar, ab 11 Uhr sowie ab 16 Uhr, In der SichtBar – Hauptstraße in Offenburg, Ökumenische Aktion „Liebessegen“
  • Samstag, 14. Februar, 16.30 Uhr, Kapelle St. Michael am Mummelsee (B500), Kirche im Nationalpark, Gottesdienst zum Valentinstag, um die Liebe zu feiern
  • Donnerstag, 19. Februar, 18.30 Uhr, Maria Sand Kapelle Herbolzheim, Ökumenischer Gottesdienst für Liebende
(mf)