Nach schwerem Erdbeben auf Flores: Hilfe aus Freiburg

28.08.2026 | Anhaltende Nachbeben und schwere Zerstörungen prägen weiterhin den Alltag der Menschen

Die Erzdiözese Freiburg stellt 50.000 Euro Nothilfe für die Betroffenen des schweren Erdbebens auf der indonesischen Insel Flores bereit. Die Mittel sollen über die kirchlichen Strukturen vor Ort eingesetzt werden und insbesondere Menschen zugutekommen, die bislang nur unzureichend von staatlichen oder anderen Hilfsmaßnahmen erreicht werden.

Am 15. August 2026 erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 die Insel Flores in der indonesischen Provinz Ost-Nusa-Tenggara und richtete große Schäden an.
Nach Angaben aus der betroffenen Region kamen zahlreiche Menschen ums Leben, tausende Wohnhäuser sowie öffentliche Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. Auch Kirchen, Kapellen und andere kirchliche Einrichtungen sind betroffen. Viele Menschen können weiterhin nicht in ihre Häuser zurückkehren.
Wie sehr das Erdbeben den Alltag der Menschen auch Tage später bestimmt, schildert Erzbischof Paulus Budi Kleden von Ende in einem Schreiben an die Erzdiözese Freiburg. Viele Menschen schlafen weiterhin im Freien oder in Zelten, weil sie sich aus Angst vor weiteren Erdstößen nicht in ihre Häuser zurückwagen. Auch Patientinnen und Patienten des Krankenhauses in Ende wurden zeitweise in Zelten versorgt. Schulen blieben zunächst geschlossen. Die anhaltenden Nachbeben verstärken die Unsicherheit zusätzlich. Allein bis zum 20. August registrierte die BMKG mehr als 3.300 Nachbeben, darunter Erschütterungen mit einer Stärke von bis zu 6,2.
Inmitten der schwierigen Situation berichtet Erzbischof Kleden auch von einer großen Solidarität unter den Menschen. Bereits wenige Stunden nach dem Beben wurden provisorische Unterkünfte errichtet und Lebensmittel geteilt – obwohl viele selbst nur über begrenzte Vorräte verfügen. Staatliche Stellen, kirchliche Einrichtungen und Hilfsorganisationen versuchen, die Betroffenen zu versorgen. Angesichts des Ausmaßes der Schäden und der teils schwer erreichbaren Gebiete bleibt der Hilfsbedarf jedoch groß. Die Kirche vor Ort konzentriert ihre Unterstützung insbesondere auf Menschen und Gemeinden, die bislang nicht oder nur unzureichend erreicht werden.
„Christliche Hoffnung heißt nicht, die Zerstörung kleinzureden. Sie heißt, mit Gottvertrauen dem Leben trotzdem etwas zuzutrauen. Auf Flores wird das dort sichtbar, wo Menschen einander beistehen, miteinander teilen und gemeinsam neu anfangen.“, sagt Weihbischof Dr. Peter Birkhofer, Leiter der Hauptabteilung Weltkirche, Ökumene und Weltanschauungen.
Dringend benötigt werden weiterhin Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente, Zelte, Matratzen und Hygieneartikel. Die Nothilfemittel der Erzdiözese Freiburg sollen dazu beitragen, die unmittelbar betroffenen Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen.
(sv)